Vortrag „Nudeln, Spätzle & Co – Wissenswertes über Teigwaren“ - 15.12.2014

Vortrag mit Peter Herrmann aus Lenningen

Der Vortrag mit „Versucherle“ startete gleich mit  „Schwäbischem fast food“. Hierbei handelte es sich um eine Fingerfood Vorspeise aus Käse-Spätzle. Herr Herrmann verriet uns das Rezept: Spätzle mit Käse, Zwiebel und evtl. Knoblauch und einem Ei ein einer Schüssel vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Zu einem Batzen formen, diesen in Paniermehl wälzen und in einer Pfanne mit heißem Öl herausbraten.

Zwischendurch verriet uns Herr Herrmann, dass er die Firma, die sein Vater in Ötlingen betrieben hatte und er übernommen hatte, vor sechs Jahren verkaufte und dann 2011 in Brucken die Nudelmanufaktur eröffnete. Hier baute er ein altes Bauernhaus um und nutzte den Bereich der Scheune für seine Nudelmanufaktur.

Jetzt war es schon Zeit für das nächste „Versucherle“, einen Kräuternudelkuchen. Dazu werden in einer Pfanne  Zwiebel und Knoblauch im Fett scharf angebraten und dann mit Wasser abgelöscht. Jetzt kommen da die Nudeln rein, diese saugen das Wasser auf und es entsteht eine feste Masse. In diese Masse kommen Eier dazu sowie Tomatenwürfel.  Jetzt wird das ganze wird gewürzt und dann auf ein Backblech gestrichen und im Ofen herausgebacken.

Peter Herrmann berichtet, dass es bereits seit 4000 Jahren Nudeln gibt, hier galt China als eines der Ursprungsländer. Die Araber haben die Nudeln nach Europa gebracht und die Nudeln auch getrocknet. Das optimale Klima für den Hartweizen, aus dem die Nudeln bestehen, ist Sizilien. Die Römer haben dann die Nudeln nach Deutschland gebracht. Unsere heißgeliebte Nudel der Schwaben, die „Spätzle“ war ursprünglich eine italienische Teigware und kommt von „Spezare“, was so viel bedeutet, wie den Teig in kleine Stücke hacken. Der Großvater von Peter Herrmann hat ein Verfahren erfunden, wie Spätzle industriell hergestellt werden konnten. Diese wurden dann anfangs über Aldi vertrieben und somit bundesweit ja sogar weltweit bekannt.

Herr Herrmann fertigt auch „beschriftete Nudeln“ an, mit den Texten wie „Frohe Weihnachten“ oder „ich liebe Dich“. Diese werden durch ein besonderes Verfahren mit Tinte vom Tintenfisch bedruckt und die Schrift bleibt sogar beim Kochen auf der Nudel.

Als nächstes Versucherle standen Dinkelnudeln mit Gemüse auf der Speisekarte.

Herr Hermann informierte über das Wort Pasta. Pasta bedeutet, Nudel ohne Ei, also aus Hartweizengrieß und Wasser. Die Fa. Barilla produziert mehr Nudeln als die gesamte deutsche Teigwarenindustrie zusammen. Die Italiener essen 29 kg Nudeln pro Person und Jahr, wir in Deutschland sind auf dem 10. Platz mit 8,4 kg.

Jetzt folgte ein asiatisches Rezept: Indische Currynudeln mit Pute und Linsen.

Peter Herrmann berichtet, dass es weltweit insgesamt 600 verschiedene Nudelsorten gibt und bereitet auch ein süsses Rezept als Dessert zu. Kakao-Chilinudeln mit Zwetschgenkompott. Dazu werden die Nudeln in einer Pfanne mit wenig Wasser gekocht, ein Teil des Wassers kocht ein und das was die Nudel abgibt, bleibt im Wasser bzw. im Nudelgericht, so werden die Nudeln geschmacklich perfekt und Als Richtwert gilt: ca. 500 ml Wasser und 200 g Nudeln, dies unter ständigem Rühren kochen lassen, das reicht für 1-2 Portionen.  Dieses Dessert bildete den Abschluss des interessanten Abends und Peter Herrmann hat uns eingeladen, seine Nudelmanufaktur in Brucken  zu besuchen. Im Anschluss gab es noch ein gemütliches Beisammensein mit Weihnachtsgebäck und Weihnachtsliedern als Jahresabschluss für ein gelungenes 2014.

Vortrag "Topfit mit Triefnase" - 01.12.2014

Vortrag mit Barbara Ziegler-Schneeberger, Heilpraktikerin aus Beuren

Bei dem Vortrag war die wichtigste Frage: „Wie kommen wir abwehrstark durch den Winter“? Frau Ziegler-Schneeberger hatte hier einige Antworten bereit.

Zuerst wurde untergliedert in die Bereiche Lebensmittel, Gedanken, Bewegung.

Unser Immunsystem ist das Schutzschild, wenn dieses nach unten geht, dann haben die Viren und Bakterien freie Bahn. Bereits beim ersten Unwohlsein hat man noch etwas Zeit Vorkehrungen zu treffen. Wichtig sind warme Füße, am besten ein Fußbad nehmen, heißer Tee trinken hier eignen sich besonders Holunder, Linde und Ingwer.  Hier kein kochendes Wasser zum Aufgießen von Tee verwenden, weil sich die ätherischen Öle sonst zu schnell verflüchtigen. Bei Fieber kein Ingwertee trinken. Auch sollte man ich Ruhe gönnen.

Unser Immunsystem ist lernfähig. Die ersten drei Lebensjahre sind für das Immunsystem sehr wichtig. Ab ca. 16-18 Jahren ist das Immunsystem ausgebildet. Die Aufgabe eines intakten Immunsystems sind, schädliche Keime und Viren aufzuspüren und zu erkennen. Wichtige Immunzentren in unserem Körper sind die Thymusdrüse und die Milz. Die weißen Blutkörperchen bekämpfen die Krankheitserreger die häufig über die Haut und Schleimhaut in unseren Körper eindringen. Ein schwaches Immunsystem erkennt man an ständigen Erkältungen und an Allergien. Eine gesunde Ernährungs- und Lebensweise sowie die innere Einstellung sind Wege um gesund und leistungsfähig durch das Leben zu gehen. In unserer Nahrung steckt mehr al nur Geschmack. Die sekundären Pflanzenstoffe, die Bioaktiven Stoffe im Obst und Gemüse stärken uns von Innen. Ebenso wichtig ist das Vitamin C, hier wird eine Tagesdosis von 100 mg empfohlen. Bei Infekten hat der Körper einen erhöhten Bedarf an Vitamin C. Hier ist der Sanddornsaft besonders zu empfehlen, ab dem Herbst empfiehlt Frau Ziegler-Schneeberger 1 Esslöffel pro Tag. Auch in der Hagebutte befindet sich viel Vitamin C, das besonders hitzebeständig ist. Hier wird Tee oder Hagebuttenpulver empfohlen. Auch der Wacholder leistet gute Dienste, Dieser entgiftet unseren Körper und wirkt auch bei rheumatischen Erkrankungen. Z.B. lässt sich Wacholderöl sehr schnell und einfach herstellen indem man getrocknete Wacholderbeeren mit Öl in ein Schraubglas gibt und es 3 Wochen stehen lässt. Ein weiteres wichtiges Vitamin ist das Vitamin B6, dieses kommt in Bananen, Kartoffel, Reis, Paprika, Feldsalat und Walnüsse vor. Das Vitamin B6 schützt unser Nervensystem, ebenso benötigt die Thymusdrüse das Vitamin B6. Weiter wirkt Kapuzinerkresse antibiotisch, leicht lässt sich ein Butterbrot mit Blüten dekorieren, oder die Blüten werden in Essig eingelegt.

Weiter stärkt das Immunsystem ein warmer Holundersaft aber auch Sauerkraut, am besten vor dem Kochen ein paar Gabeln roh essen. Sauerkraut hat viel Vitamin C sowie Milchsäurebakterien.

Sauermilchprodukte enthalten die Vitamine B2, B12, Kalzium und Milchsäurebakterien. Sonnenhutprodukte (Echinacea) sollten nur 2-3 Wochen eingenommen werden. Auch unterstützen Schwarzkümmelöl-Kapseln sowie Propolis das Immunsystem. Auch ist Bewegung im Freien wichtig. Das Schlafzimmer sollte kühl sein, die Wohnung stoßlüften. Sauna, Wechselduschen und Kneippen helfen die Blutgefäße zu aktivieren. Johanniskraut hellt die Stimmung auf und bringt Lichtenergie in unseren Körper. Im Schlaf regeneriert sich der Körper am besten, deswegen ist genügend Schlaf wichtig. Zum Abschluß verweist Frau Ziegler Schneeberger auf eine Literaturliste zum Thema Immunsystem und verteilt Rezepte mit gesunden Zutaten für unser Immunsystem.

Vortrag "Eine Hochzeit in Indien" - 17.11.2014

Am Montag , 17. November trafen sich die LandFrauen zu einem Vortrag mit Herta Kochendörfer. Zusammen mit ihr reisten wir in das " reiche - arme Indien". Ein Land bestehend aus 27 Bundesstaaten und mit 17 - 19 Amtssprachen( genaues ist ungewiß). Dass dabei Missverständnisse entstehen können, wird einem da schon verständlich 1969 sollte Hindi, von vielen Indern gesprochen, Amtssprache werden. Aufgrund der vielen Unterschiede in dieser Sprache blieb es dann bei Englisch, das auch in den Schulen gesprochen wird. Gegensätze zwischen arm und reich sind eng beieinander. Oft ist die wohlhabende Bevölkerung durch Abschrankung und Zäune vom restlichen Volk getrennt. Die einen leben in großen Luxus und haben eine ausgesprochen gute Schul- und Ausbildung, während daneben bittere Armut herrscht. Offiziell ist Indien eine Demokratie, die erste und größte überhaupt. bevor in anderen Staaten jemals über eine Frau als Präsidentin oder Kanzlerin nachgedacht wurde, war in Indien dies bereits soweit.

Pakistan und Bangladesh waren ebenfalls Teile des Riesenreiches Indien. Nach der Unabhängigkeit von England 1947, trennten sich die beiden Länder in den 70er Jahren ab. Es gab und  gibt  immer wieder kriegerische Zusammenstöße zwischen Moslem, Hindi und anderen Gemeinschaften.

Genauso wie es viele unterschiedliche Menschengruppen gibt, ist auch das Land. Vom Gebirge bis zum Meer sind alle Arten von Landschaft und Natur vorhanden. Eines eint das ganze Land: Es schwelgt in Farben. Viele Inder ernähren sich vegetarisch und dementsprechend sind  viele Zutaten Gemüse und Gewürze. Wichtig sind auch Blumen, die bei keinem Fest fehlen dürfen, sei es als Girlande oder Dekoration der Räume.

Das Hauptthema des Abends war jedoch der Besuch einer Typisch indischen Hochzeit. Sechs Tage wurde gefeiert. Viele Rituale mussten durchgeführt werden und jedes Mal wurden Braut und Bräutigam neu eingekleidet. Es gab zu Essen und Trinken satt und viele Gäste feierten mit. Ein Teil der Zeremonie wurde bei den Eltern der Braut durchgeführt, der zweite dann bei der Verwandtschaft des Bräutigams. Die Kosten einer solchen Hochzeit belaufen sich auf ca 40.000,00 €. Die s ist von den Brauteltern aufzubringen, Kein Wunder, dass Mädchen der Familie sehr teuer kommen. Interessant ist, dass die jungen Leute diese Art von Hochzeit gar nicht mehr so wollen. In diesem Fall war es der Wunsch der Eltern!!

Nachdem die Landfrauen über dieses opulente Fest bestens informiert waren, gab es eine Kleiderprobe. Neben Kleid mit Hose und Schal ist der Sari das traditionelle Kleidungsstück. Das Teil besteht aus meterlangem Stoff, der so um den Körper gewickelt wird, dass er in allen Lebenslagen passt. Bei den armen Inderinnen ist er aus Baumwolle oder Synthetik, während die wohlhabenden Frauen Saris aus Seide oder schwerer Baumwolle mit Stickereien tragen. Zwei Landfrauen ließen sich ankleiden und stellten fest, dass sich diese Kleidungsstücke überaus angenehm tragen lassen.